„Chancengenerator“ – AQtivus hilft jungen Geflüchteten, in Deutschland heimisch zu werden

27.02.2017 - 16:25

„Wir sind in Hamburg die Einzigen, die zusammen mit der Jugendberufsagentur eine solche Beratung für junge Ge­flüchtete anbieten“, erklärt AQtivus-Einrichtungs- und Pro­jektleiterin Renata O’Connell.

Viele der unter 25-Jährigen, die erst kürzlich aus Krisenge­bieten nach Deutschland und Hamburg gekommen sind, möchten sich hier eine längerfristige Berufs- und Bleibeper­spektive aufbauen. Diesem Bedarf kommt das neue vierjäh­rige ESF-Projekt entgegen, das die AWO-Tochtergesellschaft AQtivus gemeinsam mit der Jugendberufsagentur zum März dieses Jahres nach einer erfolgreichen Modellphase ins Le­ben ruft. Geflüchtete junge Menschen ohne Ausbildung, die meist schon eine Weile in Deutschland leben und noch dabei sind, die Sprache zu erlernen, finden so regelmäßige Unter­stützung und Beratung. Sie können Ziele für den weiteren Berufs- und Lebensweg klären, aber auch offene Fragen zum Leben in Deutschland ansprechen, wie beispielsweise zum Familiennachzug oder zur Gesundheit. Insgesamt 14 Mitar­beitende von AQtivus werden die jungen Menschen indivi­duell bis zu zwei Jahre lang begleiten. So lange, bis sie in Ausbildung sind, studieren oder eine feste Arbeitsstelle ge­funden haben.

„Die AQtivus-Mitarbeitenden in diesem Projekt profitie­ren sehr von unseren Erfahrungen aus anderen Bereichen, insbesondere dem Programm W.I.R“, sagt O’Connell. Daher gab es gleich Anfang Februar den ersten gemeinsamen ‚Jour fixe‘. „Die Mitarbeitenden haben schon gedacht, wir feiern miteinander“, lacht die langjährige AQtivus-Mitarbeiterin. „Spaß werden wir sicher haben, aber es geht um Erfah­rungsaustausch, Vernetzung und Wissenstransfer.“

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