AWO Haus Billetal in Mümmelmannsberg wird besonders schutzbedürftige Flüchtlinge beherbergen

27.09.2016 - 13:53

Ab Anfang Oktober beherbergt die Wohn-Pflege-Einrichtung neben etwa 120 pflegebedürftigen Senioren auch vorübergehend bis zu 70 geflüchtete Menschen, die als besonders schutzbedürftig gelten. Dazu gehören ältere und mobilitätseingeschränkte wie auch medizinisch-pflegerisch zu versorgende Menschen. „Wir helfen allen Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe und wollen als AWO Inklusion und Toleranz leben“, sagt AWO-Landesgeschäftsführer Michael Schröder. „Aus diesem Grund haben wir uns in enger Absprache mit der Stadt und allen anderen Beteiligten dafür entschieden, besonders Schutzbedürftige in unserem Seniorenzentrum aufzunehmen.“ Die in Kürze ankommenden Flüchtlinge werden separat von den Bewohner/innen des Seniorenzentrums im 4. Obergeschoss untergebracht, das nur für diese Gruppe zur Verfügung gestellt wird und Räumlichkeiten für ein Behandlungszimmer, eine Teeküche sowie für die Betreuung bietet. In die 35 barrierefreien Zimmer können bis zu 70 Personen einziehen.

Zusammenleben von Bewohner/innen und Geflüchteten

Durch die separate Unterbringung kann der Alltag der Bewohner/innen weiterhin ungestört ablaufen. Für die Bewohner/innen und ihre Angehörigen hat es bereits eine Informationsveranstaltung gegeben – das Datum für eine öffentliche Veranstaltung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte für Anwohner/innen und Medien wird in Kürze bekannt gegeben. Wie das Zusammenleben zwischen den Senioren des AWO Hauses Billetal und den geflüchteten Menschen gestaltet werden kann, hat die AWO Hamburg im Vorwege zusammen mit den verantwortlichen Stellen wie der Wohn-Pflege-Aufsicht, den entsprechenden Behörden sowie dem Wohnbeirat und den Mitarbeiter/innen abgesprochen. „Wenn beide Seiten es wünschen, möchten wir unsere Senioren mit den Neuankömmlingen durch unterschiedliche, integrative Aktivitäten zusammenbringen“, sagt Sandra Kraack, Einrichtungsleiterin des AWO Hauses Billetal. Angedacht sind gemeinsame Musik-, Kino- und Spielenachmittage sowie Ausflüge. Sozialbetreuer/innen, Dolmetscher und Ehrenamtliche werden die geflüchteten Menschen betreuen. Das Pflegepersonal des AWO Hauses Billetal wird nicht in die Betreuung der Geflüchteten einbezogen.

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