AWO-Kinder besuchten Flüchtlinge in Wilhelmsburg

28.07.2015 - 12:25

Unter den Kita-Kindern ist auch die sechsjährige Alia. „Wir haben in unserer Vorschulgruppe mit allen geredet und finden, es sollte allen Menschen gut gehen“, sagte die Vorschülerin. „Deswegen möchten wir was von unserem Kuchen abgeben.“ Viele Kita-Kinder wohnen in direkter Nachbarschaft zu den Flüchtlingen. „Unsere Kinder waren sehr betroffen, als vor Kurzem mehrere Wohncontainer in der Unterkunft ausbrannten“, sagte Kita-Leiterin Jurescha Perera. Laut Abendblatt-Bericht hatte die glühende Zigarette eines Bewohners das Feuer ausgelöst, wodurch einige Flüchtlinge ihr Hab und Gut verloren hatten.

Bei ihrem Besuch traf Alia mit sechs anderen Vorschulkindern unter anderem auf die syrische Familie Assaf-Jamaan, die vor vier Monaten aus ihrem Heimatland nach Hamburg geflohen war. Da sie nur Arabisch sprechen, übersetzte Sait Hammy, Vater von Noah aus der AWO-Vorschulgruppe, ins Deutsche. Er hatte sich für das Treffen extra freigenommen. Mutter Sedika Assaf und ihre Kinder freuten sich über die Geste der AWO-Kinder und dass ihrer Familie in Wilhelmsburg so viel Gastfreundschaft entgegenbracht wird. Zusammen mit den Flüchtlingskindern spielten Aila und die anderen Kinder aus der Kita Tigerente auf dem kleinen Spielplatz der Flüchtlingsunterkunft. „Ich bin wirklich beeindruckt und stolz, dass unsere Vorschulkinder von selbst auf die Idee gekommen sind, in ihren Möglichkeiten zu helfen“, so Kita-Leiterin Perera. „Sie überlegen, die Flüchtlinge mit Kreideeimern wieder zu besuchen, um mit ihnen gemeinsam den Boden zu bemalen.“

Alia (6 Jahre) aus der Kita Tigerente / Besuch Flüchtlingsunterkunft Wilhelmsburg
Für Alia (6) war es eine Herzensangelegenheit, den Flüchtlingen in Wilhelmsburg ihren selbstgebackenen Kuchen vorbeizubringen. (Foto: Nicola Maria Jäger)
Familie Assaf-Jamaan aus Syrien / Kita Tigerente in Flüchtlingsunterkunft
Familie Assaf-Jamaan aus Syrien freute sich über den Besuch der Kita-Kinder. (Foto: Nicola Maria Jäger)

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