AWO übernimmt Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge in Meiendorf

09.02.2016 - 10:41

Die AWO-Einrichtung am Hellmesbergerweg 23 ist soweit bezugsfertig, dass etwa 240 von 600 möglichen Plätzen für Flüchtlinge belegt werden können. In den folgenden Tagen werden die Plätze in erster Linie mit Neuankömmlingen und Flüchtlingen belegt, die derzeit an anderen Standorten, die laut Zentralem Koordinierungsstab Flüchtlinge (ZKF) aufgegeben werden sollen, untergebracht sind.

Die Zentrale Erstaufnahme im Hellmesbergerweg befindet sich in einem ehemaligen Baumarkt, der in den vergangenen Wochen von der Stadt Hamburg zur Wohnunterkunft umgebaut wurde. Die 36 Wohnbereiche sind mit Leichtbauwänden voneinander abgetrennt und bieten Platz für jeweils bis zu 28 Menschen. Insgesamt können so etwa 600 Bewohner/innen in der Einrichtung unterkommen. Für einen separaten Wohn- und Schlafbereich sowie Sanitäranlagen im Gebäude, die nur für Frauen und Mütter mit kleinen Kindern vorgesehen sind, ist gesorgt. Die anderen Sanitäranlagen, nach Geschlechtern getrennt, sind außerhalb der Halle in Sanitärcontainern zu finden. Zusätzlich hat die Unterkunft eine Fußbodenheizung sowie direkt an den Wohn- und Schlafbereich angrenzend eine Kantine, in der dreimal täglich Essen ausgegeben wird. Im Hauptgebäude findet die Registrierung der Flüchtlinge statt. Auf dem Außengelände befinden sich Räumlichkeiten für eine Kinderbetreuung. In anderen Containern befinden sich unter anderem ein Internetcafé und eine Fahrradwerkstatt.

Haupt- und Ehrenamt in der Unterkunft
Insgesamt sind 20 Mitarbeiter/innen der neuen AWO-Tochter für die Betreuung und Organisation in der Unterkunft zuständig. Die Geschäftsführung haben Oliver Kohrs und Britta Hinz gemeinsam übernommen, Einrichtungsleiter vor Ort ist Orhan Akkaya. Die Mitarbeiter/innen des Unterkunfts- und Sozialmanagement sowie in der Technik sprechen zusammen etwa 15 verschiedene Sprachen – von Englisch, Farsi und Dari bis hin zu Arabisch. Die hauptamtliche Arbeit unterstützen viele Ehrenamtliche der AWO in Kooperation mit der bereits bestehenden Initiative „Meiendorf hilft“. Geplant sind beispielsweise eine Kleiderkammer, eine Sport-AG, Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Patenschaften.

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