AWO-Seniorentreffs: 14 Euro staatliche Höchstzuwendung am Tag sind zu wenig!

01.07.2016 - 09:23

Die AWO-Seniorentreffs sind so aktiv wie nie zuvor: Nicht nur die Vielfalt der Bildungskurse hat zugenommen, auch beteiligten sich die Treffs in der AWO-Aktionswoche, die vor kurzem stattfand, mit über 30 Veranstaltungen. Dies ist nur möglich durch den Einsatz der etwa 350 Ehrenamtlichen. Doch das Budget, welches ihnen für die Ausgestaltung der Angebote zur Verfügung steht, ist verhältnismäßig klein: Mit nur höchstens 14 Euro pro Tag gestalten sie jede Woche ein Fünf-Tages-Programm. „Noch vor zehn Jahren konnte man damit ungleich mehr gestalten und anbieten, was durch den fehlenden Inflationsausgleich in der Finanzierung hinfällig ist“, sagt Helmut Riedel, Beiratsvorsitzender der AWO Aktiv in Hamburg gGmbH, der die Senioren bei ihren Angeboten unterstützt. „Wir sind einfach am Limit dessen angekommen, was wir unseren Besuchern bieten können.“ Doch die ältere Generation wird aufgrund ihres soliden Gesundheitszustandes immer aktiver und will sich auch in der Nacherwerbsphase aktiv einbringen. Dadurch steigt die Nachfrage nach Bildungs- und Kulturangeboten stetig – allein ein Kaffeenachmittag reicht als Angebot schon lange nicht mehr aus.

Angebotsvielfalt soll bewahrt werden

„Diese Angebotsvielfalt kostet Geld, welches wir nicht ansatzweise von der Stadt finanziert bekommen“, sagt der Fachmann für Seniorenangebote. Auf diese  Not weist die AWO in dieser Woche alle Politikerinnen und Politiker in der Bürgerschaft und in den Bezirksversammlungen hin. Die AWO appelliert in einem Schreiben an die Politik, sich für die Belange älterer Menschen in unserer Stadt stärker einzusetzen und zeigt in einer neuen Broschüre auf, wie vielfältig und wertvoll die Angebote der Seniorentreffs sind. Denn in den meisten Einrichtungen gibt es weitaus mehr als Kaffee und Kuchen – es haben sich Sportprogramme des Hamburger Sportbunds etabliert, aber auch Infoveranstaltungen zu Gesundheits- und Sicherheitsthemen sowie Bildungsangebote zu Sprachen, Computer und Smartphones.

Die neue Vielfalt-Broschüre der AWO-Seniorentreffs finden Sie hier.

Für Ihre Berichterstattung vermitteln wir gerne Interviewpartner zu diesem Thema. Dazu und für weitere Fragen wenden Sie sich gerne an die Pressestelle des AWO Landesverbands Hamburg e.V. unter der Rufnummer 040-414023-43.

Helmut Riedel
„Noch vor zehn Jahren konnte man mit 14 Euro am Tag ungleich mehr gestalten und anbieten, was durch den fehlenden Inflationsausgleich in der Finanzierung hinfällig ist“, sagt Helmut Riedel, Beiratsvorsitzender der AWO Aktiv in Hamburg. (Foto: Catherine le Mellec)

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