„altonavi“: Servicestelle für Information und Engagement
in Altona eröffnet

Der Teilnehmer-Andrang war so außergewöhnlich wie die Konstellation der Kooperationspartner: In Anwesenheit von Sozialsenator Detlef Scheele und rund 250 weiterer Gäste hat heute „altonavi“, eine neue Servicestelle für Information und Engagement, in der Großen Bergstraße 189 in Altona-Altstatt eröffnet. „altonavi“ ist Bürgerinformationszentrum und Freiwilligen-Agentur in einem – getragen wird die Anlaufstelle von den vier Institutionen alsterdorf assistenz west, der AWO Hamburg, dem Stadtteilzentrum HausDrei und der Seniorenbil­dung Hamburg. Die AWO Hamburg stellt mit Nilüfer Yenigün eine der drei aktuellen Mitar­bei­terinnen, im Januar wächst das Team dann auf vier Mitarbei­terinnen.

Im leicht zugänglichen Ladenlokal rund 250 Meter entfernt vom künftigen IKEA-Standort können sich Anwohnerinnen und Anwohner ab sofort über soziale Angebote und Nahversorgung im Stadtteil informieren, beispielsweise zu Fragen wie „Wo ist die nächste Kita?“ oder „Was kann ich tun, wenn ich mich nicht mehr alleine versorgen kann?“. Die Servicestelle informiert und vermittelt in alle Lebensbereiche: Bildung, Kunst und Kultur, Wohnen, Gesundheit, Pflege und Assistenz, Arbeit und Beschäftigung, Religion und Spiritualität, stadtteilna­her Handel und Handwerk. „altonavi“ ist aber noch mehr: die Servicestelle ist gleichzeitig auch Frei­willigen­agentur für den ganzen Bezirk Altona.

Die Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) hatte in Zusammenarbeit mit dem Quartiersentwicklungsprojekt Q8 eine Analyse in Altona-Altstadt durchgeführt. Das Ergebnis: Obwohl die Angebotslandschaft in der quantitativen Analyse als insgesamt gut ausgebaut erschien, ist die Vielzahl der einzelnen Angebote und Einrichtungen für Bevölkerung und Professionelle nicht ausreichend transparent und nutzbar. Im Stadtteil fehlte ein Zentrum als leicht zugängliche, zentrale und orientierende Anlaufstelle. Der Bezirk Altona verfügte zudem bisher über keine Freiwilligenagentur. Die Träger organisierten die Freiwilligenarbeit jeweils in Eigenregie. Zugleich wurde deutlich, dass der Stadtteil über ein großes Potential verfügt: Viele Bürgerinnen und Bürger in Altona-Altstadt wollen sich bürgerschaftlich und zivilgesell­schaft­lich engagieren. Häufig fehlen ihnen aber konkrete Anlässe und Zugänge für den Start eines Engagements.

So wurde die Idee der Servicestelle realisiert – koordiniert und moderiert von Q8-Altona-Projektleiterin Karen Haubenreisser sowie unterstützt von einem Netzwerk aus 20 Trägern: Künftig können sich alle Altonaerinnen und Altonaer bei „altonavi“ auch über die Möglichkeiten informieren, wie und wo man sich im Bezirk Altona bürgerschaftlich engagieren kann. Jenny Fabig, Bereichsleiterin En­gage­ment­förderung der AWO Hamburg: „In Altona mit einer neuartigen inno­va­tiven Einrichtung in Kooperation mit anderen Trägern das zivilgesellschaft­liche Engagement voranzutreiben, ist eine großartige Chance für die Freiwil­ligen­arbeit im Bezirk. Wir von der AWO freuen uns, die neue Anlaufstelle in dieser einzigartigen Kooperation mit aufbauen zu können.“

Die Finanzierung des Projektes und seiner vier Halbtagsstellen wurde ermöglicht dank der Homann-Stiftung, dem Deutschen Hilfswerk, der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, dem Bezirksamt Altona und der alsterdorf assistenz west. Außerdem mit dabei in der Kooperation: unter anderem das Diakonische Werk, der Bauverein der Elbgemeinden, der Altonaer Spar- und Bauverein und der Gewerbeverein „EinkaufCityAltona“.

Zu „altonavi“

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Begrüßten die Eröffnung von „altonvi“ in ihren Reden: Detlef Scheele, Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (vordere Reihe Mitte), sowie Imogen Buchholz, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit des Bezirksamtes Altona
Begrüßten die Eröffnung von „altonvi“ in ihren Reden: Sozialsenator Detlef Scheele (vord. Reihe Mi.), sowie Imogen Buchholz, Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit des Bezirksamtes Altona (vord. Reihe 2. v. re.), Quelle: altonavi/Axel Nordmeier
Arbeitet für die AWO Hamburg bei „altonavi“ mit: Nilüfer Yenigün.
Arbeitet für die AWO Hamburg bei „altonavi“ mit: Nilüfer Yenigün.
Volles Haus und großer Andrang vor der Tür: Insgesamt 250 Gäste kamen zur Eröffnung. Quelle: Q8/Axel Nordmeier
Volles Haus und großer Andrang vor der Tür: Insgesamt 250 Gäste kamen zur Eröffnung. Quelle: altonavi/Axel Nordmeier
Nicht zu übersehen auf der Großen Bergstraße: Die Eröffnung der neuen Servicestelle für Information und Engagement.
Nicht zu übersehen auf der Großen Bergstraße: Die Eröffnung der neuen Servicestelle für Information und Engagement.
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