AWO Hamburg fordert Umdenken der Sozialbehörde bei Neugestaltung der Kita-Gebühren

Die Sozialbehörde plant eine 30-prozentige Steigerung der Ver­pflegungs­kosten für Kinder von Hartz IV-Empfängern, die bis sechs Jahre alt sind, von 13 auf 17 Euro pro Monat. Bei Hortkindern ist sogar eine Steigerung um 100 Prozent – von 21 auf 42 Euro – vorgesehen. Monika Thissen, Fach­bereichs­leiterin Kinder des AWO-Landesverbandes: „Eine gesunde Ernährung der Kinder darf nicht vom Einkommen abhängen.“

Auch den Plan, den bisherigen Elternbeitrag für Kinder mit Behinderung zu erhöhen, lehnt die AWO als Träger von 24 Kitas, vier Horten an Schulen sowie zwei Eltern-Kind-Zentren entschieden ab. Monika Thissen: „Die AWO fordert kostenlose Bildung für alle Kinder von Anfang an. Deshalb lehnen wir bei Haushaltskürzungen es insbesondere ab, dass Familien mit Kindern übermäßig belastet werden.“ Sollten Kita-Gebühren für Eltern tatsächlich erhöht werden, müssten soziale Härten wie jetzt geplant vermieden werden. „Es kann nicht sein, dass Familien mit Kindern, die eine Behinderung haben, wie berichtet worden ist, bis zu 1.458 Prozent mehr zahlen“, so Thissen. Erhöhungen ohne Qualitätsverbesserungen werden nach Ansicht der AWO auf Widerstand der Eltern stoßen.

Zu den Angeboten des AWO-Landesverbandes für Kinder

AWO Hamburg fordert Umdenken der Sozialbehörde bei Neugestaltung der Kita-Gebühren
Monika Thissen, Fachbereichsleiterin Kinder des AWO-Landesverbandes Hamburg
AWO Hamburg fordert Umdenken der Sozialbehörde bei Neugestaltung der Kita-Gebühren
Betreuung von Kindern: Die AWO betreibt 24 Kitas und vier Horte an Schulen in der Hansestadt.
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