AWO-Kita in Rahlstedt eine der ersten acht Konsultations-Kitas in Hamburg

Studien haben in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern den weiteren Bildungsweg und damit den späteren Einstieg ins Erwerbsleben erheblich beeinträchtigen können. Betroffen sind vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien und Familien mit Migrationshintergrund.

Mit der „Offensive Frühe Chancen: Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ hat sich die Bundesregierung dafür eingesetzt, dass jedes Kind von Anfang an faire Chancen hat. Gute Bildungsangebote in den Kitas müssen deshalb so früh wie möglich bundesweit zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Bundesoffensive werden von März 2011 bis Ende 2014 insgesamt rund 4.000 Schwerpunkt-Kitas gefördert. Dafür stellt der Bund rund 400 Mio. Euro zur Verfügung. Hamburg hat 106 bewilligte Schwerpunkt-Kitas, von denen 8 Einzelkitas als so genannte „Konsultationskitas“ an dem Projekt „Qualifizierungsoffensive Sprachliche Bil­dung und Förderung für Kinder unter Drei“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) teilgenommen haben.

Im Rahmen einer Fachveranstaltung haben heute in Hannover die ersten 121 bundesweiten Schwerpunktkitas ihre Anerkennung als Konsultations-Kitas erhalten. Mit dabei: die AWO-Kita Kielkoppelstraße in Hamburg-Rahlstedt. Insgesamt 480 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren dafür eigens ins Congress Centrum nach Hannover angereist. Ein Jahr lang hatte sich das gesamte Team der Rahlstedter AWO-Kita an der Qualifizierungsoffensive des DJI beteiligt und gemeinsam mit ihrer Sprachexpertin Susanne Meimann-Brooks den alltagsorientierten Ansatz für die Kita weiterentwickelt und erfolgreich umgesetzt. Mit der Weiterentwicklung zur Konsultations-Kita hatte das Kita-Team die Möglichkeit zur regelmäßigen, angeleiteten Reflexion und hat dafür wertvolle Instrumente wie beispielsweise die Videoanalyse kennen- und anzuwenden gelernt. Als Konsultations-Kita ist die Kita Kielkoppelstraße nun ein „Ort besonderer Praxis“ und dient als Modell und Beratungsquelle für interessierte Fachkräfte und Eltern.

Auf der Abschlussveranstaltung in Hannover hat die Kita Kielkoppelstraße ihre Arbeit gemeinsam den anderen Konsultations-Kitas auf einem „Markt der Möglichkeiten“ präsentiert und anschließend mit großer Freude das Zertifikat entgegengenommen. Julia Overmann, Bereichsleiterin Kinder des AWO-Lan­des­ver­ban­des, begleitete das Leitungsteam zur Abschluss­veran­staltung und gratulierte der gesamten Kita: „Es ist toll, dass sich das gesamte Team der Kita auf den mühevollen und gleichzeitig so erkenntnisreichen Weg, Konsul­tations-Kita zu werden, gemacht hat. Das bereichert unseren gesamten Fachbe­reich Kinder und Jugend um eine hoch qualifizierte Anlaufstelle zur sprachlichen Bildung in Kitas – von dem Multiplikator-Effekt bin ich schon jetzt überzeugt.“

Zur Beschreibung der Arbeit der AWO-Kita Kielkoppelstraße auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Zur Website der AWO-Kita Kielkoppelstraße

Freuten sich über die Anerkennung als Konsultationskita: Klaus Stüdemann, Leiter der AWO-Kita Kielkoppelstraße, und seine Stellvertreterin Tanja Offner.
Freuten sich über die Anerkennung als Konsultationskita: Klaus Stüdemann, Leiter der AWO-Kita Kielkoppelstraße, und seine Stellvertreterin Tanja Offner.
Die Vertreterinnen und Vertreter der anerkannten Konsultations-Kitas aus Norddeutschland bei der Veranstaltung in Hannover.
Die Vertreterinnen und Vertreter der anerkannten Konsultations-Kitas aus Norddeutschland bei der Veranstaltung in Hannover.
Sprachförderung in Alltagssituationen: Die Kinder der AWO-Kita Kielkoppelstraße profitieren von der Bildungsoffensive.
Sprachförderung in Alltagssituationen: Die Kinder der AWO-Kita Kielkoppelstraße profitieren von der Bildungsoffensive.
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