AWO-Landesverband Hamburg setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Wie in vielen anderen Städten haben um 11:55 Uhr insgesamt rund 40 Mit­ar­bei­ter­innen und Mitarbeiter der AWO-Landesgeschäftsstelle, aus dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), dem Landesjugendwerk sowie der AWO Stiftung „Aktiv für Hamburg“ öffentlich gegen Rassismus protestiert. Bundesweit beteiligten sich 75.000 Beschäftigte der AWO. Der Kern dieser bundesweiten Aktion ist es, Rassismus zum Thema zu machen, die Öffentlichkeit wachzurütteln und darü­ber ins Gespräch zu kommen.

Der Hamburger AWO-Landesgeschäftsführer Michael Schröder betont: „Die AWO kämpft traditionell gegen Rassismus und Rechtsextremismus. Das The­ma ist leider immer noch und immer wieder brandaktuell. Wir als AWO sehen den Einsatz für eine tolerantere Gesellschaft als eine unserer gesell­schafts­poli­tischen Aufgabe an.“ In den Einrichtungen und Diensten der AWO arbeiten zahlreiche Menschen mit ausländischen Wurzeln als fester Bestandteil der Arbeiterwohlfahrt. Mit dieser Aktion wird nach außen gezeigt, dass eine gleiche Behandlung aller Menschen im Alltag wie auch im Beruf für die Gesellschaft das Ziel sein muss. Der Kampf gegen Rassismus und die Reflektion des eigenen Handelns ist jeden Tag dringlich. AWO-Präsident Wilhelm Schmidt: „Wir müssen gemeinsam versteckten Rassismus im Alltag sichtbar machen. Wenn jemand im Betrieb abfällige Äußerungen über Menschen mit einer anderen Hautfarbe macht oder Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft pauschal bestimmte Eigenschaften zuschreibt, müssen wir uns dagegen entschieden positionieren! Nur so können wir eine offene und fortschrittliche Gemeinschaft sein.“

Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag gegen Rassis­mus geht auf das Massaker des Apartheid-Regimes in Sharpeville/Südafrika am 21. März 1960 zurück, bei dem die südafrikanische Polizei eine friedliche Demonstration von Bürgerinnen und Bürger mit schwarzer Hautfarbe gewaltsam aufgelöst und 69 Menschen getötet und Hunderte teilweise schwer verletzt hat. Als Gedenktag wird der 21. März seit dem Jahr 1966 von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Zu den Fotos der bundesweiten AWO-Aktion

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO-Landesgeschäftsstelle protestierten zusammen mit FSJ-lern gegen Rassismus.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO-Landesgeschäftsstelle protestierten zusammen mit FSJ-lern gegen Rassismus. Foto: Kathrin Erbe
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