AWO weiht einzigartiges Wohnprojekt und Seniorenwohnanlage in Hamburg-Boberg ein

Im Wohngruppenhaus in der Straße Boberger Anger werden drei moderne soziale Hilfsangebote unter einem Dach vereint: Das Erdgeschoss bietet neun Menschen, die demenziell erkrankt sind, eine ambulant betreute Wohngemeinschaft. Im 1. Stock leben künftig sechs Bewohner mit schwerer Behinderung – sie erhalten ambulante Betreuung, Pflege und Eingliederungshilfe von Mitarbeitern der BHH Sozialkontor gGmbH, einem korporativen Mitglied des AWO Landesverbandes. Im 2. Stock ziehen in diesem Monat sechs junge Mütter zwischen 17 und 24 Jahren, die sich in sozialen Notsituationen befinden, mit ihren Kindern ein. Sie bekommen psychologische Hilfe und Unterstützung in Erziehungs- und Ernährungsfragen, so dass sie sich mit ihren Kindern in einem stabilen Umfeld weiterentwickeln können.

Unter Mitwirkung aller Beteiligten – Betreuer und Bewohner – soll ein Haus entstehen, in dem es neben der Möglichkeit des Rückzugs in die eigenen Räumlichkeiten auch die der Teilnahme an einem regen gemeinschaftlichen Leben innerhalb der jeweiligen Wohn­gruppe gibt: Beispielsweise gemeinsames Gestalten des Gartens durch die Dementen-Wohngruppe, Kochen in der Gruppe der Behinderten auf der ersten Etage und intensive Diskussionen der jungen Mütter über die Gestaltung der Wohnküche im 2. Stock. Das Konzept hat die karitative ARD Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“ so überzeugt, dass sie den Neubau des Wohngruppenhauses mit insgesamt 400.000 Euro gefördert hat, rund 18 Prozent der Gesamtkosten.

Im Nachbarhaus genießen inzwischen 59 Seniorinnen und Senioren in 46 Zwei-Zimmer-Wohnungen das neue AWO-Wohnangebot mit Service-Dienstleistungen („Betreutes Wohnen“). Wiebke Brose, Projektleiterin und stellvertretende Geschäftsführerin des AWO Landesverbandes: „Unser Ziel war es, den Bewohnern ein sehr modernes und selbstbestimmtes Wohnen zum kleinen Preis anzubieten. Darüber hinaus motivieren wir die Bewohner, aktiv zu bleiben, und fördern die Kontakte miteinander.“

Staatsrat Dr. Michael Voges von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz sagte bei der Einweihung der beiden neuen Häuser, dass sich die Menschen im Alter, bei Behinderung oder sonstigem Hilfebedarf so viel Normalität wie möglich bewahren wollten. „Die beiden neuen Häuser der AWO tragen diesem Wunsch Rechnung. Sie kombinieren bedarfsgerechte Unterstützung mit individueller Freiheit und einem größtmöglichen Maß an Privatsphäre. Das hat Vorbildcharakter.“

Weitere Informationen finden Sie hier auf unserer Homepage.

Kontakt für Interessenten an der Wohn-Pflege-Gemeinschaft:
Monika Holthus
Tel: 040 – 40 19 07 19
holthus@awo-hamburg.de

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Wohnen mit Service: 59 Frauen und Männer wohnen in der neuen Anlage.
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Jung und Alt unter einem Dach: Bewohner des Wohngruppenhauses, zusammen mit einer AWO-Mitarbeiterin (Mitte)
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Staatsrat Dr. Michael Voges: "Die Häuser kombinieren bedarfsgerechte Unter- stützung mit größtmöglichen Maß an Privatsphäre."
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