Familienplanungszentrum feiert 30-jähriges Jubiläum

Das Zentrum nahe der Sternbrücke im Bezirk Altona ist seitdem zu einer führenden Anlaufstelle in Hamburg für alle Fragen rund um die Themen Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft und Sexualpädagogik ent­wickelt: In den drei Jahrzehnten haben insgesamt fast 150.000 Frauen und Männer aus mehr als 80 Herkunftsländern beim Familienplanungszentrum, das korporatives Mitglied des AWO-Landesverbandes ist, Rat gesucht. Das Team mit in­zwi­­schen 21 festen und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat in über 40.000 Ge­sprä­chen zum The­ma Verhütung beraten und rund 6000 Veranstaltungen für Gruppen durchge­führt. Standen in den ersten Jahren vor allem die Themen „Beratung bei ungewollter Schwan­­­gerschaft“ und „Respekt für und Schutz von Frauen, die sich für einen Abbruch entscheiden“ im Fokus, hat sich die Arbeit seitdem vielfältig aufgefächert: Es folgten bei­spiels­weise Selbst­hilfe-Gruppenangebote für vergewaltigte Frauen, Geburtsvorberei­tungs­kurse für Paare, se­xualpädagogische Angebote für Jungen und Männer sowie für Menschen mit Behinderun­gen.

„Das Familien­planungs­zentrum ist noch immer eine wichtige Anlaufstelle zu den Themen Sexualität, Schwangerschaft und Familienplanung. Ungeachtet des sozialen Wandels oder der gesellschaftlichen Umbrüche benötigen Frauen, Männer und Paare weiterhin Unterstüt­zung und Beratung in diesen Fragen“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Das Familien­planungs­zentrum, in dem in den vergangenen drei Jahrzehnten unzählige Menschen in rechtlichen, finanziellen und medizinischen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft beraten wurden, hat deshalb auch nach drei Jahrzehnten seine Existenzberechtigung nicht verloren.“

Das Familienplanungszentrum, in dem Ärztinnen, Psychologinnen, Päda­goginnen, Kranken­schwestern, Sozial- Sexual- und Diplompädagoginnen arbeiten, finanziert sich fast vollstän­dig aus Mitteln der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz. Es kooperiert eng mit anderen Gesundheits- und sozialen Einrichtungen. Neben seiner Zentrale in Altona hat das Zentrum Außenstellen in Barmbek, Billstedt, Jenfeld und seit einem halben Jahr in der AWO-Landesgeschäftsstelle in Wands­bek. Jeder ist in der Beratung willkommen – unabhängig von Na­tionalität, Ge­schlecht oder sexueller Orientierung. Alle Angebote richten sich an Frauen und Männer jeg­lichen Alters und jeglicher sozialer Herkunft, an Einzelpersonen und Paare eben­so wie an Gruppen. Auch ohne Voranmeldung erhalten Ratsuchende in der vertraulichen Beratung Antwort auf viele Fragen – beispiels­weise Informationen zu sozialen Hilfen für werdende Eltern, An­trä­gen wie Eltern- und Kinder­geld, Schwanger­schafts­ab­­bruch sowie die gesetzlich vorge­schriebene Be­ratung gemäß § 219. Elfie Mayer, seit Anfang an im Familien­planungszen­trum: „Vieles hat sich verändert, aber nicht die Freude, sich in unserem interdiszipli­nären Team für die Rechte von Frauen einzusetzen und alle Ratsuchenden in ihren Anliegen zu unterstützen.“

Zum Familienplanungszentrum

Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks sagte, das Familienplanungszentrum sei auch eine Errungenschaft der Frauenpolitik.
Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks sagte, das Familienplanungszentrum sei auch eine Errungenschaft der Frauenpolitik.
Begrüßten die Gäste und erhielten selbst Dank und Blumen: der Vorstand des FPZ, Sigrid Behrenberg, Dr. Elke Franzki und Ute Pape (v.l.).
Begrüßten die Gäste und erhielten selbst Dank und Blumen: der Vorstand des FPZ, Sigrid Behrenberg, Dr. Elke Franzki und Ute Pape (v.l.).
Das Team der festen Mitarbeiterinnen: Ärztinnen, Psychologinnen, Pädagoginnen, Krankenschwestern, Sozial-, Sexual- und Diplompädagoginnen.
Das Team der festen Mitarbeiterinnen: Ärztinnen, Psychologinnen, Pädagoginnen, Krankenschwestern, Sozial-, Sexual- und Diplompädagoginnen.
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