Hamburgs Kita-Betreiber starten Kampagne „Kita – weil Bildung mehr ist als Lernen!“

Hamburg ist das einzige Bundesland, in dem Kinder im Jahr vor der Einschulung entweder die Kindertagesstätte oder die Vorschule besuchen können. Die an der Kampagne beteiligten Kita-Träger, zu denen auch die AWO Hamburg gehört, befürworten die vom Senat angekündigte Aufhebung der parallelen Systeme für die Fünfjährigen. Auf der heutigen Pressekonferenz sagte Gabi Brasch, Vorsitzende im Fachausschuss Jugendhilfe der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (AGFW): „Bei den Eltern stiftet die doppelte Struktur häufig Verwirrung. Kita und Schule werden oft als konkurrierende Systeme wahrgenommen. Dabei sollten sie doch eigentlich zum Wohle der Kinder eng zusammenarbeiten.“

Wie eine Auflösung der bisherigen Parallelstruktur genau aussehen soll, ist noch unklar. Die Kita-Anbieter machen jedoch ab sofort mit den Kampagnen-Bannern sowie Flyern auf die Vorzüge des ganzheitlichen Bildungs- und Erziehungsangebotes in Kitas aufmerksam: sprachliche Förderung, Vermittlung von mathematisch-naturwissenschaftlichen Grund­erfahrungen, vielfältige Bewegungsmöglichkeiten und die Förderung von kreativen und musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. Darüber hinaus orientieren sich die Betreuungszeiten der Kinder an den Zeiten der Berufstätigkeit der Eltern.

Monika Thissen, Fachbereichsleiterin Kinder der AWO Hamburg, sagte zum Start der Kampagne: „Wir sind dafür, die Parallelität und Konkurrenz aufzuheben, und überzeugt, in unseren Kitas gut auf den Schritt in die Schule vorzubereiten. Schule und Kita sollten sich besser zum Wohle der Kinder vernetzen.“ Die Kampagne „Kita – weil Bildung mehr ist als Lernen“ wird neben der AWO auch von den Kita-Trägern Caritas, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, dem Paritätischen, der Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten und SOAL unterstützt. Auch der Landeselternausschuss LEA unterstützt die Kitas in Ihrem Anliegen.

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