68 junge Frauen und Männer starten Ausbildung, FSJ oder BFD bei der AWO Hamburg

In diesen Wochen kommen viele junge Menschen neu zur AWO – sei es als Aus­zubildende oder Freiwillige: Beim AWO Jugend- und Bildungswerk in Wands­bek starteten zehn junge Männer in dem neuen 2-jährigen Ausbildungs­beruf “Fachkraft für Metalltechnik” und sechs Azubis im Berufsbild „Fachin­formatiker-Systemintegration”. Erstmals bildet auch die Sozialstation Eimsbüttel aus: Hier begannen eine junge Frau und ein Mann die Ausbildung zur/m Ge­sundheits- und Pflegeassistent/in. Rund 100 Frauen und Männer, die meisten davon zwischen 18 und 21 Jahren, haben zudem in den Einrichtungen der AWO sowie bei korporativen Mitgliedern der AWO ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst begonnen. In diesem Bereich sind noch rund 15 Plätze frei.

Die jungen Erwachsenen, die ihre Ausbildung beim AWO Jugend- und Bildungswerk gestartet haben, kommen aus acht verschiedenen Nationen und hatten häufig einen längeren Anlauf: Die Metalltechnik-Azubis besitzen keinen oder einen nur schlechten Hauptschulabschluss. Die angehenden Fach­infor­matiker haben überwiegend einen Hauptschulabschluss oder einen schlechten Realschulabschluss, der ihnen den Zugang zu diesem Beruf nicht ermöglicht, denn gerade die IT-Branche setzt in der Regel das Abitur voraus. Jugend- und Bildungswerk-Leiterin Britta Seifert: „Wir setzen uns weiterhin für die Ausbildung von schulisch und sozial benachteiligten Jugendlichen ein, auch wenn behördliche Vorgaben wie die Überleitung der Azubis in Betriebe der freien Wirtschaft und die Mittelkürzung bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung es immer schwieriger machen. Denn trotz Facharbeiterlücke, Aus­bil­dungs­bonus und freien betrieblichen Ausbildungsplätzen sind viele Betriebe noch nicht bereit, allen diesen Jugendlichen eine Chance zu geben.“

Immer stärker wächst der Bereich Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der AWO. Waren es beim Start im Jahr 2006 noch 20 Frauen und Männer, die in AWO-Einrichtungen ihr FSJ geleistet haben, sind es inzwischen insgesamt rund 120 Plätze – aktuell rund 50 in eigenen AWO-Einrichtungen, die restlichen in solchen von anderen Trägern, die aber von der AWO verwaltet bzw. mit Seminaren begleitet werden. Beispiele für Ar­beitsfelder sind Kitas, Mutter-Kind-Wohngruppen, ambulante und stationäre Pflege als auch Behinderten-Werkstätten und -wohnungen sowie Einrichtungen zur Wiedereingliederung von psychisch Kranken. FSJ-/BFD-Koordinatorin Swantje Christiansen: „Beide Freiwilligendienste haben sich gut in unseren Einrichtungen etabliert. Besonders positiv finden wir zudem die Entwicklung, dass immer mehr junge Männer in die Freiwilligendienste kommen. Das bereichert sowohl die Einrichtungen in ihrem Alltag als auch unsere Seminare.“ Während im Jahr 2006 der Männer-Anteil noch bei rund 20 Prozent lag, liegt er inzwischen bei ungefähr 40 Prozent.

Informationen zu den freien FSJ- und BFD-Plätzen

Fünf der neuen Ausbildenden zur "Fachkraft der Metalltechnik" im Jugend- und Bildungswerk.
Fünf der neuen Ausbildenden zur "Fachkraft der Metalltechnik" im Jugend- und Bildungswerk.
Die zwei Auszubildenen zur/m Gesundheits- und Pflegeassistent/in, mit Geschäftsführerin Petra Droste von der AWO-Sozialstation Eimsbüttel.
Die zwei Auszubildenen zur/m Gesundheits- und Pflegeassistent/in, mit Geschäftsführerin Petra Droste von der AWO-Sozialstation Eimsbüttel.
Seminare für die Freiwilligen: Die AWO organisiert für rund 120 FSJler und BFDler ein umfangreiches Programm.
Seminare für die Freiwilligen: Die AWO organisiert für rund 120 FSJler und BFDler ein umfangreiches Programm.
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