Kooperationen von drei AWO-Einrichtungen mit Ganztagsschulen ausgezeichnet

Drei Schulen und ihre jeweiligen Partner aus Vereinen, Verbänden und staatlicher Jugendhilfe haben heute von Sozialsenator Dietrich Wersich eine mit jeweils 30.000 Euro dotierte Unterstützung erhalten. Sie sind Sieger des Wettbewerbs „Kooperative Steuerung im Ganztag“, mit dem Modellstandorte für die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe im Rahmen der Entwicklung von Ganztagsschulen gesucht wurden. Die Preisverleihung fand in der Ganztagsschule St. Pauli statt, die gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern zu den Preisträgern gehört. Ebenfalls dazu gehören die Gesamtschule Poppenbüttel sowie die Stadtteilschule Lohbrügge mit ihren jeweiligen Partnern. Zu den drei Gewinner-Partnerschaften gehören auch drei Einrichtungen der AWO Hamburg: der Hort in Poppenbüttel sowie das mobile Kinderprojekt „Mobilo“ und der Jungentreff im Billebogen in Lohbrügge. Die prämierten Kooperationen wurden aus 28 Bewerbern mit Unterstützung des Erziehungs­wissen­schaftlers Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker von der Universität Ham­burg ausgewählt.

Senator Wersich sagte bei der Preisverleihung: „Es geht um Kooperation statt Konkurrenz zum Vorteil der Kinder. Beide Systeme haben das gleiche Ziel: Sie wollen, dass Kinder und Jugendliche mit dem gerüstet sind, was sie für den Start in ihr eigenes Leben brauchen. Da ist die enge Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe nur konsequent. Beim Ausbau ihrer Ganztagsangebote können die Schulen von der Erfahrung der Jugendhilfe und -arbeit profitieren. Diese machen schon immer Angebote im Nachmittagsbereich.“

Die offene Ganztagsgrundschule Poppenbüttel und die Stadtteilschule Poppenbüttel wollen sich langfristig zu gebundenen Ganztagsschulen entwickeln. Zusammen mit dem AWO-Hort und sechs weiteren Partnern planen sie die Gründung eines „Netzwerks Poppenbüttel“, um ein abgestimmtes und weit gefächertes Nachmittagsprogramm für die Jugendlichen des Stadtteils zu entwickeln und dabei auch die Interessen der beteiligten Organisationen zu berücksichtigen. Dabei helfen bereits erste Formen der Zusammenarbeit.

Die Stadtteilschule Lohbrügge hat einen Antrag auf Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule gestellt. Im Schuljahr 2009/10 wurde das Angebot an Neigungskurzen und Arbeitsgemeinschaften bereits erweitert. Die Partner, zu denen auch das mobile Kinderprojekt „Mobilo“ und der "Jungentreff im Billebogen" der AWO gehören, planen hier die Gründung eines „Kooperationsausschusses Ganztag“, in dem sie ihre Angebote aufeinander abstimmen.

In Hamburg gibt es im Schuljahr 2010/11 insgesamt 172 Ganztagsschulen, davon sind 98 offene Ganztagsschulen inkl. Gymnasien und 74 gebundene oder teilgebundene Ganztagsschulen. In der laufenden Legislaturperiode haben bisher insgesamt 31 Schulen begonnen, sich neu zu Ganz­tag­schulen zu entwickeln. Langfristig sollen alle Schulen in Hamburg zu Ganztagsschulen werden.

Zu den Hort-Angeboten der AWO Hamburg

Zum mobilen Kinderprojekt „Mobilo“ und dem Jungentreff im Billebogen der AWO in Lohbrügge

Kooperationen von drei AWO-Einrichtungen mit Ganztagsschulen ausgezeichnet
Partner eines weiteren ausgezeichneten Modellstandortes in Lohbrügge: Frank Pawlowski, Leiter des Mobilen Kinder­projekts „Mobilo“ und des Jungen­treffs im Billebogen der AWO.
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