Neujahrsempfang des Schülercoaching-Projektes „Starthilfe“ in der Bucerius Law School

Bereits seit sieben Jahren erfolgreich: Ehrenamtliche Coaches begleiten im AWO-Schülercoachingprojekt „Starthilfe“ Jugendliche auf dem Weg in die Berufs- und Erwachsenenwelt . Beim Neujahrsempfang kamen Studierende und Absolventen des Kooperationspartners Bucerius Law School, Lehrer, Schüler und Behördenvertreter miteinander ins Gespräch. Frau Prof. Dr. Doris König, Präsidentin der Bucerius Law School, dankte für die gute Zusam­menarbeit mit der AWO und die Möglichkeit für die Studierenden, sich sozial zu engagieren. „Starthilfe“-Projektleiterin Mareile Denzer sagte allen Coaches und Schülern Dank für den „unermüdlichen liebevollen Einsatz und das Durchhalte­vermögen“. Thomas Albrecht  von der Behörde für Schule und Berufsbildung wies in einem Grußwort darauf hin, dass Menschen, die ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihr Wissen, ihre Geduld und Wertschätzung den Kindern und Jugendlichen schenken, eine unschätzbar wertvolle Bereicherung der Bildungsentwicklung darstellen.

Nachdem Schüler einer Schule auf St. Pauli vorgestellt hatten, was sie sich vom Coaching versprechen, stellten Mareile Denzer und Christos Paraschiakos, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bucerius Law School, „Starthilfe intensiv“ vor – ein neues Projekt für Jugendliche, die trotz ihres jungen Alters schon zu oft mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. 170 solcher jungen Menschen, hauptsächlich Jungen, werden in Hamburg zur Zeit vom so genann­ten „Case Management“ (CM) der Beratungsstelle Gewaltprävention im Landes­institut für Lehrerbildung und Schulentwicklung betreut. Viele von ihnen sind so genannte „Intensivtäter“. Einige von ihnen sind in der Jugend­gericht­lichen Unter­bringung (JGU), einer Einrichtung zur Untersuchungs-Haft-Vermeidung für Ju­gendliche und Heranwachsende.

Ein Teil der „Starthilfe intensiv“-Coaches wird daher direkt in die JGU gehen, um dort den Unterricht zu unterstützen und die Jugendlichen auf dem Weg zu einem Schulabschluss zu begleiten. Andere Coaches werden unter Aufsicht und in enger Kooperation mit dem „Case Management“ direkt mit einem Jugendlichen zusammenarbeiten und diesen coachen. Wieder andere werden gemeinsam mit dem CM Projekte im Bereich Freizeitgestaltung und Erlebnispädagogik entwerfen und umsetzen.

Die  Coaches für diese neue Projekt sind zum einen Doktoranden, Referendare und Mitarbeiter der Law School, die ausreichend Lebenserfahrung und Leidens­fähigkeit mitbringen, zum anderen aber auch erfahrene und besonders enga­gierte Coaches. Die Coaches werden systematisch mit Coachingleitfäden, Seminaren zur Deeskalation, zur Jugendarbeit und zur konkreten Arbeit des Case Managements auf ihre Aufgabe vorbereitet. Mareile Denzer: „Die Anfrage der Beratungsstelle des Landesinstituts hat uns gefreut – zeigt sich doch, dass das Konzept des „Starthilfe“-Schülercoachings auch für andere schulische Sozialarbeit hilfreich und von Bedeutung sein kann.“

Zum AWO-Schülercoaching-Projekt „Starthilfe“
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Zum Schulischen Case Management für Hamburger Intensivtäter

Bei der Begrüßung der fast 100 Gästen dankte „Starthilfe“-Projektleiterin Mareile Denzer allen Coaches und Schülern.
Bei der Begrüßung der fast 100 Gästen dankte „Starthilfe“-Projektleiterin Mareile Denzer allen Coaches und Schülern.
Reger Austausch: Studierende und andere Coaches kamen mit Schülern, Lehrern und Behördenvertretern ins Gespräch.
Reger Austausch: Studierende und andere Coaches kamen mit Schülern, Lehrern und Behördenvertretern ins Gespräch.
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