"Ohne Moos nix los!?": Hamburger Landessieger prämiert

In der Altersstufe „10 bis 14 Jahre“ siegte ein Finanz-Ratgeber der Klasse 8b des Gymnasiums Rissen, bei den 15 bis 17-Jährigen gewann eine Präsentation der Klasse A1 von der Schule Marckmannstraße in Rothenburgsort. Ein Film über das Entstehen von kriminellen Handlungen aufgrund gegenseitiger Imponierversuche – produziert von Abiturienten der Fritz-Schumacher-Schule in Langenhorn – errang den 1. Platz in der Altersstufe „18 bis 22 Jahre“. Für diese 1. Plätze gab es jeweils 300 Euro, für die zweiten und dritten Plätze erhielten die Gewinner in den drei Altersstufen jeweils 250 bzw. 200 Euro. Die Verbraucherzentrale Hamburg plant, eine Auswahl der Arbeiten im Februar 2011 während einer Aktionswoche zur Schuldenprävention in den eigenen Räumen am Hauptbahnhof zu zeigen. Alle eingereichten Beiträge sind einzusehen unter awo-schuelerwettbewerb.org/projekte.

Seit Januar dieses Jahres hatten sich rund 300 Hamburger Schüler und Jugendliche mit den Themen Geld, Konsum, Schulden und Armut auseinandergesetzt und als Schulklassen oder Kleingruppen bis Mitte Juli Beiträge eingereicht – beispielsweise in Form eines Films, einer Präsentation, eines Ratgebers oder als Projektdokumentation. Der erste bundesweite Schüler- und Jugendwettbewerb der AWO fand im Rahmen des „Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung 2010“ statt. Er gab Lehrern und anderen Pädagogen Hinweise an die Hand, wie sie die Themen im Unterricht oder in Projekten integrieren. Alle Sieger aus den Bundesländern nehmen an der Endausscheidung auf Bundesebene im Dezember in Berlin teil. Zusätzlich wird zuvor im November der Sieger des Internet-Publikumspreises bekanntgegeben.

Die Hamburger Jury bestand aus Hjördis Christiansen, Schuldenexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg, Cornelie Sonntag-Wolgast, Journalistin und ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern, Katharina Reichelt, Landesvorsitzende der Hamburger SchülerInnenkammer, Julia Sammoray, ehemalige Vorstandsvorsitzende des Landesjugendwerkes der AWO Hamburg, sowie Thomas Inselmann, Fachbereichsleiter Jugend der AWO Hamburg.

Katharina Reichelt, Landesvorsitzende der Hamburger Schülerkammer, fand die eingereichten Beiträge beeindruckend: „Sie haben alle meine Erwartungen übertroffen. So viele Beiträge hätten den ersten Platz verdient. Jedem Beitrag, ob nun prämiert oder nicht, konnte man die Mühe ansehen, mit der er erstellt wurde.“

Hjördis Christiansen, Jurymitglied und Schuldenexpertin der Ver­braucher­zentrale Hamburg: „Ich war überrascht und erfreut über die vielen originellen Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die gelungene Umsetzung der Thematik.“ Laut Christiansen nimmt die Verbraucherzentrale mit Besorgnis zur Kenntnis, dass zunehmend junge Erwachsene verschuldet sind. Sobald sie 18 Jahre alt seien, könnten sie Kredite mit hohen, oft untragbaren Verpflichtungen aufnehmen, die ihnen auch allzu leicht gegeben würden. „Jugendlichen unter 18 Jahren das Thema Schulden und Verschuldung nahe zu bringen, ist oft nicht einfach“, so Christiansen. „Mit dem Wettbewerb ist es gelungen, auf didaktisch originelle Weise ohne erhobenen Zeigefinger junge Leute für das Thema Geld und Schulden zu sensibilisieren.“

Zum Überblick über die Hamburger Landessieger
Zur Homepage des Wettbewerbs

Kontakt:
Thomas Inselmann
Fachbereichsleiter Jugend AWO-Landesverband Hamburg
Tel: 040 - 41 40 23 - 38
thomas.inselmann@awo-hamburg.de

"Ohne Moos nix los!?": Hamburger Landessieger prämiert
Gewinnerin des 1. Preises in der Altersstufe „18 – 22 Jahre“: Bao Bu-Yieng Phan (r.), mit Jurorin Katharina Reichelt, Landes­vorsitzende der Schülerkammer
"Ohne Moos nix los!?": Hamburger Landessieger prämiert
Trost für den 4. Platz: Junge Filmemacher bekamen trotzdem Anerkennung für ihren Beitrag.
"Ohne Moos nix los!?": Hamburger Landessieger prämiert
Die Jury: Julia Sammoray, Katharina Reichelt, Hjördis Christiansen, Thomas Inselmann, Dr. Cornelie Sonntag-Wolgast.
"Ohne Moos nix los!?": Hamburger Landessieger prämiert
Schuldenexpertin Hjördis Christiansen von der Ver­braucher­zentrale Hamburg: „Ich war überrascht und erfreut über die vielen originellen Ideen.“
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