Ulrich Wickert lebt von der Wohlfahrt – Verbände starten Kampagne

Prominenter Unterstützer der Kampagne ist der Journalist und Ex-Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert. Beim „Aktionstag Perspektivenwech­sel“ gewinnen Hamburgs Politiker unter der Patenschaft von Bürgerschaftsprä­sidentin Carola Veit neue Einblicke und arbeiten am 27. September 2011 für einige Stunden in einer der 3.000 sozialen Einrichtungen Hamburgs mit.

Viele Hamburger verbinden mit dem Begriff „Wohlfahrt“ Not und soziale Probleme und wissen nicht, dass sie selbst von den zahlreichen sozialen Dienstleistungen der gemeinnützigen Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände profitieren. Ob Kita, Krankenhaus oder Bürgertreff: „Fast jeder Deutsche nimmt mindestens einmal im Leben eine Leistung der Wohlfahrt in Anspruch“, weiß Michael Edele, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e. V. (AGFW). Die AGFW ist ein Zusammenschluss der sechs anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Hamburg: Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, Paritätischer und Jüdische Gemeinde.

„Ich lebe von der Wohlfahrt“ – mit diesem zunächst unerwarteten Statement unterstützt Ulrich Wickert die aktuelle Kampagne mit einem Plakatmotiv, das beispielsweise in Hamburger U-Bahnen zu sehen sein wird. Damit rüttelt der Wahl-Hamburger, der seit über 20 Jahren in der Hansestadt lebt, auf und macht deutlich, dass die sozialen Dienste der Wohlfahrt ein Gewinn für alle Hamburger sind – egal ob alt oder jung, arm oder reich, krank oder gesund. Allein in der Kinder- und Jugendarbeit stellen die Wohlfahrtsverbände 70 Prozent der Angebote, in der Behindertenhilfe sind es sogar 90 Prozent. „Die Wohlfahrt tritt als sozialer Anwalt für die Rechte aller Bürger ein, übernimmt die Verantwortung für hilfebedürftige Menschen und sichert so den verbindenden sozialen Zusammenhalt in unserer Stadt“, so Edele.

Mit rund 3.000 Einrichtungen und 45.000 Mitarbeitern ist die Freie Wohlfahrtspflege Hamburgs größter Leistungserbringer und Arbeitgeber im Sozialbereich. Sinn und Zweck ist dabei nicht die Erwirtschaftung von Gewinnen, sondern die Sicherung des sozialen Friedens. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen tauschen sich die Wohlfahrtsverbände mit Politikern und Senatsvertretern über aktuelle Themen aus, um die bestmögliche Entscheidung für die Hamburger Bürger zu treffen.

Damit dieser Dialog noch intensiver wird, hat die AGFW die Hamburger Politik jetzt zum Aktionstag Perspektivenwechsel eingeladen: Am 27. September lernen Senatoren sowie Abgeordnete der Bürgerschaft und Bezirksversammlungen die Hamburger Wohlfahrt auf neue Art und Weise kennen. Sie arbeiten in einer der zahlreichen sozialen Instituionen innerhalb der Kinder-, Jugend-, Senioren- und Obdachlosenhilfe in ganz Hamburg mit. „Der Perspektivenwechsel bietet eine ganz besondere Möglichkeit, die sozialen Einrichtungen in unserer Stadt einmal mit anderen Augen zu erleben und die Themen und Menschen vor Ort und ihre Arbeit persönlich kennenzulernen. Daher unterstütze ich die Aktion“, sagt Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft und Patin des Aktionstages.

Zur Kampagnen-Website

Das Kampagnenmotiv, das ab September unter anderem in der Hamburger U-Bahn zu sehen ist.
Das Kampagnenmotiv, das ab September unter anderem in der Hamburger U-Bahn zu sehen ist.
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