Vorstand der AWO Hamburg: Kate Amayo darf nicht abgeschoben werden

Die 20-jährige Ghanaerin kam vor fünf Jahren ohne Visum zu ihrer Familie nach Hamburg. Die ehrgeizige junge Frau hat schnell Deutsch gelernt, auf ihre Halbgeschwister aufgepasst und im Juni ihr Abitur mit 1,8 bestanden. Parallel zum Abitur hat sie sich als pädagogische Hilfskraft zwölf Stunden in der Woche ehrenamtlich in der AWO-Kita von-Halem-Straße in Neu-Allermöhe engagiert. Bei der Arbeit mit unter Dreijährigen bereitet sie zum Beispiel Essen vor, wickelt die Kinder oder hilft beim Anziehen, je nach Bedarf. Nach Ansicht von Kitaleiterin Birgit Maron ist sie „superfleißig, intelligent, denkt mit und ist einfach eine Gute“. Nun will Kate Amayo in Halle Chemie studieren, ihr droht aber wegen der bisher verweigerten Aufenthaltserlaubnis Ende dieser Woche die Abschiebung nach Ghana. Am Donnerstag entscheidet die Härtefall-Kommission der Bürgerschaft über den Fall.

Für die AWO ist Kate Amayo ein Vorbild für bürgerschaftliches Engagement und gelungener Integration. Holger Kahlbohm, Vorstandsvorsitzender: „Sie engagiert sich nicht nur in unserer AWO-Kita. In ihrer Freizeit liest sie auch noch Senioren in einem Altenheim ihres Wohnumfeldes vor – solche Vorbilder braucht die Stadt! Menschlich gesehen wie integrationspolitisch wäre eine Abschiebung von Kate Amayo ein fatales Signal – sowohl für den Ruf der Weltstadt Hamburg als auch für die vielen Migranten, die sich so integrieren wollen, wie es von vielen gefordert wird.“

Vorstand der AWO Hamburg: Kate Amayo darf nicht abgeschoben werden
Kate Amayo: Von der Abschiebung be­drohte Abiturientin aus Ghana mit einem Notendurchschnitt von 1,8. Foto: Hamburger Abendblatt / Marcelo Hernandez
Vorstand der AWO Hamburg: Kate Amayo darf nicht abgeschoben werden
Vorbildliches ehrenamtliches Engagement: die 20-Jährige in der AWO-Kita von-Halem-Straße in Neu-Allermöhe. Foto: Hamburger Abendblatt / Marcelo Hernandez.
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