Wohlfahrtsverbände fordern soziales und gerechtes Hamburg

Die in der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zusammen­geschlossenen Verbände haben der Hamburger Politik einen Forderungskatalog zu den Wahlen am 20. Februar vorgelegt. In diesem wird der künftige Senat aufgefordert, mehr gegen die soziale Spaltung der Stadt zu tun, dem Mangel an Pflegekräften entgegenzutreten, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und sich stärker für den Ausbau der frühkindlichen Bildung einzusetzen.

Unter dem Titel „Die Wohlfahrtsverbände fragen – die Spitzenkandidaten antworten“ haben Christoph Ahlhaus (CDU), Olaf Scholz (SPD), Anja Hajduk (GAL) und Dora Heyenn (Die LINKE) zu den wichtigsten sozialpolitischen Fragen der Verbände bereits Stellung genommen. Die Antworten der Politiker zu den Themen Soziale Spaltung, Wohnen, Pflege, Kita und Sparvorschläge können seit heute in fünf unterschiedlichen Videos auf Youtube angesehen werden.

„Aufgabe der Politik ist es, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen“, sagt Wilhelm Rapp, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e.V. (AGFW). Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, die fehlende Chancen- und Bildungsgerechtigkeit, die hohe (Kinder-)Armutsquote und der Fachkräftemangel in der Pflege zeigen deutlich, dass der bisherige Senat keine Lösungen für dringende sozialpolitische Probleme gefunden habe.

Die AGFW ist der Zusammenschluss der anerkannten Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Hamburg: Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk und Jüdische Gemeinde. Die Verbände und ihre Mitglieder beschäftigen rund 45.000 Menschen und mehrere zehntausende Freiwillige. Sie betreiben rund 3.000 Einrichtungen und decken rund 50 Prozent aller Kita-Plätze sowie zwischen 70 und 90 Prozent aller sozialen Angebote in der Behinderten-, Kinder-, Jugend- und Altenhilfe ab.

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